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Werkzeugbegutachtung - Systematische Vorgehensweise bei der Entwicklung, Konstruktion und Begutachtung von Spritzgießwerkzeugen (Thermoplast)
ISK-Verbundprojekte 2001 - 2003

Einleitung

Thermoplastische Spritzgießwerkzeuge dürfen bei immer kürzeren Entwicklungsphasen und gleichzeitig niedrigen Kosten möglichst keine oder nur ein Minimum an Fehler aufweisen Da die Qualität und die Wirtschaftlichkeit des Spritzgussteils in hohem Maße vom Werkzeug bestimmt wird, ist eine systematische Werkzeugentwicklung auch in Bezug auf die Entwicklungszeiten zwingend notwendig.  Liegt ein fehlerhaftes Spritzgießwerkzeug vor, ist eine Änderung oft sehr aufwendig und kostenintensiv (z.B. Anschnitt verlegen). Ein nicht optimales Werkzeug produziert unwirtschaftliche Formteile und geringere Qualität. Die Komponenten und Themenbereich „rund um das Werkzeug“ sind so vielfältig, dass eine systematische Vorgehensweise oder / und eine spätere Begutachtung der Werkzeugentwicklung hinsichtlich möglicher Fehler in den meisten Firmen kaum durchführbar ist. Bild 1 und 2 zeigen Themenbereiche des Werkzeuges, die sich in weitere Unterpunkte gliedern. 

Die ISK GmbH hat sich entschlossen, ein Verbundprojekt zur „Systematischen Vorgehensweise bei der Entwicklung, Konstruktion und Begutachtung von Spritzgießwerkzeugen (Thermoplast)“ mit nachfolgenden Zielen durchzuführen.

Ziele des Projektes:

  • Erarbeitung eines Programms, das eine systematische Begutachtung der Werkzeugentwicklung zur Fehlervermeidung ermöglicht.


Dabei sind folgende Schritte geplant:

  1. Erarbeitung von Basiswissen (falls noch nicht vorhanden)

  2. Entwicklung von Checklisten zur Werkzeugkonstruktion und -begutachtung

  3. Umsetzung der systematischen Checklisten in ein Windows Programm zur Werkzeugentwicklung.

In dem Programm soll zur schnellen Verfügbarkeit das Basiswissen um das Werkzeug hinterlegt sein.

  • Bewegungsübertragung
  • Entformungssystem
  • Formnest
  • Temperiersystem
  • Angussystem
  • Maschinenaufnahme
  • Kraftaufnahme
  • Führung und Zentrierung

Werkzeugbegutachtung mit System'
- Jochen Schmidt
- Christian Kürten
- Paul Thienel
Das Industriemagazin, Ausgabe 3/2002
(ADOBE ACROBAT PDF 5.0, 374 kB) 

Die 16 bisher teilnehmenden Firmen des 1. Projektes:

Projektbausteine:

  • I Grundlagenschulung

    • 2 Tage in Iserlohn

  • II Weitere Seminare (max. 2) zu dem jeweils erarbeitetem Werkzeugbegutachtungspunkten

  • III Entwicklung des Programms mit u.a.:

    • Systematischen Begutachtungschecklisten

    • Basiswissen

    • Anschnitt- und Verteilerkanaldimensionierung

    • Kühl- und Zykluszeitberechnung

    • Bestimmung zulässiger Toleranzen

    • Bestimmung des notwendigen Druckbedarfs

  • IV Einführung der Strategien an firmenspezifischen Beispielen

    • In der gemeinsamen Durchführung an ausgewählten firmenspezifischen Beispielen wurde das Programm in der Firma eingeführt.

  • Jede teilnehmende Firma erhält zwei Programmlizenzen

  • Kostengünstige Updates auf PCMOLD®/PROCHECK